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Pünktlich um fünf weckt uns wieder ein Kookaburra. Über den Bruce Highway gelangen wir nach Mackay – der Zuckerhauptstadt Australiens. Ein Drittel der gesamten australischen Zuckerproduktion stammt aus dieser Region. Nach Proserpine verlassen wir nun den Highway und folgen dem Abzweig zur Küste ins herrlich gelegene Airlie Beach. Die kleine Ortschaft bietet ein reichhaltiges Angebot an Backpackerunterkünften und Internetcafes. Die Küste mit den vorgelagerten Whitsunday Inseln zählt zu den schönsten Landschaften Queenslands. Im Cooles Supermarket füllen wir zunächst einmal wieder unsere Lebensmittel auf. Nebenan im Liquor Store gibt’s gerade das 32er Pack "XXXX" (bekannte australische Biermarke aus Queensland) im Angebot und einen vier Liter Kanister "Shiraz" Rotwein fast gratis dazu. Die Übernachtung im Airlie Cove Resort kostet 22 Dollar. Direkt über unserem Dachzelt macht sich am späten Abend ein Flughund über die Früchte in der Palme her. Mit der Taschenlampe können wir den Flying Fox bei seiner nächtlichen Fressorgie beobachten. Mitten in der Nacht ziehen heftige Gewitterstürme über Airlie Beach hinweg.

Das Frühstück fällt heute morgen erst einmal ins Wasser. Eine kurze Regenpause nutzen wir ganz schnell um unser Zelt abzubauen. Eine Wetterbesserung ist für die nächsten Tage nicht in Sicht. Wir beschliessen deshalb spontan nach Norden weiterzufahren. Endlose Zuckerrohr- und Bananenplantagen bestimmen von nun an die weiten Ebenen von Queensland. Im Laufe des Tages erreichen wir Townsville. 60 Kilometer nördlich beginnt die feucht-tropische Zone mit üppiger Vegetation. Dichte, in Nebelschwaden gehüllte Regenwälder erstrecken sich entlang der Küste. Von den Höhen der Cardwell Range hat man einen herrlichen Ausblick auf Hinchinbrook Island. Nach weiteren 180 Kilometern erreichen wir am Nachmittag Cairns. Mit 100.000 Einwohnern ist Cairns die grösste Stadt im tropischen "Far North". Von hier aus starten die Ausflugstouren zum unmittelbar vor der Küste liegenden Great Barrier Reef. Aber auch hier holt uns das Wetter schnell wieder ein – es regnet mal wieder ununterbrochen in Strömen. Bei diesem Sauwetter im Zelt zu übernachten macht heute wirklich wenig Sinn. Kurzentschlossen entscheiden wir uns für eine Cabin für 75 Dollar auf dem Caravan Park. In der Nacht ziehen dann heftige Stürme über Cairns hinweg. Nur gut, dass wir jetzt ein festes Dach über dem Kopf haben.
 
Wycliffe Well Roadhouse
> Wycliffe Well
Cooles Supermarket - Alice Springs
> Alice Springs
Tanami Track
> Tanami Track
Tanami Track
> Tanami Track
Tanami Track
> Tanami Track

Heute sieht es so aus, als ob wir mit dem Wetter etwas mehr Glück haben sollten. Die Wolkendecke reisst auf und es regnet nur noch vereinzelt. Kurzentschlossen nutzen wir die Situation und machen uns auf den Weg in die Stadt. An der Esplanade von Cairns wurde eine riesige Schwimmlandschaft angelegt – die "Esplanade Lagoon". Nur durch eine Mauer ist das stürmische Meer von der künstlichen Lagune abgetrennt. Die Sonne lässt das Quecksilber auf 31°C ansteigen. Während der Regenzeit sollte man allerdings wegen der lebensgefährlichen Box Jelly Fish (giftige Würfelquallen) nicht im Meer baden. Mit der Lagune scheint man das Problem gelöst zu haben. Im nahegelegenen "Esplanade Shopping Centre" kaufen wir einen typisch australischen Akubra-Hut. In der Fussgängerzone befinden sich auch die Internetcafes. Dort werden die e-mails der letzten Tage abgecheckt. Die Stunde kostet hier nur einen Dollar. Das Internetcafe befindet sich direkt in einer Gallerie für Aboriginal-Kunsthandwerk. Draussen ziehen schon wieder dunkle Wolken auf - und so lässt der Regen auch nicht lange auf sich warten. Laut Wetterbericht soll auch in den kommenden Tagen keine Wetterbesserung in Sicht sein. Unser Vorhaben weiter nach Norden bzw. an den "Gulf of Carpentaria" weiter zu fahren wird ad acta gelegt. Charters Towers heisst nun das neu gesteckte Ziel und liegt 480 Kilometer südwestlich von Cairns. Also die gleiche Strecke wieder zurück. Ab Townsville folgen wir nun dem Flinders Highway Richtung Westen. Je weiter man ins Landesinnere kommt, desto roter und staubiger wird jetzt die Erde. Die ersten Termitenhügel sind schon zu sehen. Zum Sonnenuntergang erreichen wir die alte Goldgräberstadt Charters Towers - Zugang zum australischen Outback. Prachtvolle historische Gebäude aus der Goldrauschzeit schmücken das Stadtbild des 30.000 Einwohner Ortes. Ganz in der Nähe findet sich ein schöner Campground mit einem natürlich angelegten Pool. Das Wasser ist allerdings eisig kalt. Der Platz kostet 18 Dollar und der Tetrapack "Shiraz" lässt uns die veregneten letzten Tage schnell vergessen.

Nach einer ausgiebigen Sightseing Tour verlassen wir vormittags wieder Charters Towers. Die nächsten Stops legen wir in Hughenden und Richmond ein. Der Flinders Highway wird jetzt stellenweise durch einspurige Abschnitte unterbrochen. Bei entgegenkommenden Roadtrains verlässt man deshalb besser die Fahrbahn, da einem sonst der aufgewirbelte Staub nur so um die Ohren fliegt. Zwanzig Kilometer westlich der kleinen Viehzüchterortschaft Julia Creek führt ein unscheinbarer Abzweig nach McKinlay. Über eine 80 Kilometer lange Gravelroad gelangt man zum berühmten "Walkabout Creek Hotel", dem Originalschauplatz aus dem Film "Crocodile Dundee". Das Innere des Pubs ist dekoriert mit unzähligen Bildern von den Dreharbeiten. Der Holzfussboden scheint allerdings frisch versiegelt worden zu sein, was die Fortbewegung mit Flip Flops schier unmöglich macht – sie kleben nämlich am Fussboden fest. Weiter geht’s zur einstigen Bergbaustadt Cloncurry, der Geburtsstätte des "Royal Flying Doctor Service". Ein Hinweisschild am Ortseingang weist auf die Temperaturrekordmarke von 53,1°C hin. Die Campsite kostet hier 19 Dollar. Ein fantastischer Sternenhimmel lässt schon mal erahnen was uns in den nächsten Tagen im Outback erwarten wird.

Tja, hier ist es zwar am Abend länger hell, dafür geht aber morgens erst gegen 6:30 Uhr die Sonne auf. In den Waschräumen wimmelt es nur so von Heuschrecken und Fröschen. Heute steht uns die längste Tagesetappe bevor. 900 Kilometer quer durch der australischen Kontinent - immer Richtung Westen ins Northern Territory. Die rote Morgensonne nutzen wir zum Fotografieren der historischen Gebäude von Cloncurry und besuchen daraufhin noch kurz das "John Flynn Memorial". Nach 120 Kilometern ragen nun erstmals die riesigen Schornsteine von Mount Isa am Horizont empor. Eingebettet in die hügelige rote Landschaft erhebt Mount Isa den Anspruch, flächenmässig die grösste Stadt der Welt zu sein (entspricht in etwa der Grösse der Schweiz). Vom "City Lookout" in der Hilary Street geniesst man einen grandiosen Rundumblick auf eine der bedeutendsten Minenstädte Australiens und das weitreichende Hinterland. In den Minen werden Kupfer, Zink und Silber abgebaut. Die Kilometerangaben auf den Schildern geben einen kleinen Aufschluss darüber, dass man sich "in the middle of nowhere" befindet. Nach Brisbane sind es von hier aus 1576 Kilometer und nach Melbourne sogar noch 2008. Ein Besuch bei den "Flying Doctors" steht als Weiteres auf dem Programm. Der Flinders Highway geht von nun an in den Barkly Highway über. Bei Camooweal verlassen wir Queensland. Auf der anderen Seite der Grenzlinie liegt das Northern Territory. Durch den Zeitzonenwechsel wird die Uhr jetzt um eine halbe Stunde zurückgestellt. Auf unserer Weiterfahrt müssen wir erstmals zwei "Thorny Devils" von der Strasse retten. Die Echsen sitzen mitten auf der Fahrbahn um sich auf dem warmen Asphalt aufzuwärmen. Wir vertreiben sie vorsichtshalber von der Strasse bevor sie von den heranbrausenden Roadtrains überrollt werden. Ein "Blue Tongue Lizzard" denkt aber nicht im Traum daran sich von uns "retten" zu lassen. Zum Glück schafft er es noch vor den mächtigen Rädern eines Trucks wegzuspringen. Rotbraune Termitenhügel bedecken von nun an die endlos weite Ebene. Nach elf Stunden Fahrt erreichen wir zum Sonnenuntergang die Ortschaft Tennant Creek am Stuart Highway. Die Nacht auf dem Campground wird allerdings sehr unruhig. In der Nachbarschaft kläffen die Hunde der Aboriginal People die halbe Nacht hindurch.
 
Roadtrain at Tanami Track
> Tanami Track
Tanami Track
> Tanami Desert
Rabbit Flat Roadhouse - Tanami Track
> Rabbit Flat Roadhouse
Sunset at Tanami Desert
> Tanami Desert
Tanami Track
> Tanami Track

Morgens sind wir allerdings schon wieder recht früh auf den Beinen. Bacon and Eggs sind ein guter Einstieg für die nächsten 550 Kilometer nach Alice Springs. Noch vor Sonnenaufgang verlassen wir Tennant Creek. Die ersten Sonnenstrahlen erleuchten die weite Graslandlanft. Doch schon nach 50 Kilometer ist der ganze Zeitvorsprung plötzlich wieder dahin. Am Strassenrand winkt uns ein Aboriginal People zu. Sein ziemlich heruntergekommener Nissan Cherry hat wohl den Geist aufgegeben. Die Batterie scheint ziemlich flat zu sein und der Vergaser hat mit Sicherheit auch schon längere Zeit keinen Sprit mehr gesehen. Das mit der Batterie ist allerdings kein Problem, aber den Kraftstoff müssen wir wohl oder übel erstmal vom Tank ansaugen. Nach einer Weile ist der Vergaser endlich wieder geflutet – der Rest ist reine Einstellungssache. Nach einer halben Stunde schnurrt der Nissan wieder. Wenige Kilometer weiter erreichen wir den Abzweig zu den "Devils Marbles". Mächtige rote Felskugeln liegen hier dicht aufeinandergetürmt und zählen wohl zu den bekanntesten Felsformationen Australiens. Kurze Zeit später legen wir ein zweites Frühstück im "Wauchope Roadhouse" ein. Das gleiche nochmal – also Bacon and Eggs, aber diesmal mit Kaffee. Draussen an der Tür hängt ein Schild "For Sale". Wer also dringend ein Roadhouse sucht, wird mit dem 1917 erbauten "Wauchope Roadhouse" schnell fündig. Weiter geht’s auf dem Stuart Highway in Richtung Red Centre. Das nächste Roadhouse lässt auch nicht lange auf sich warten. Barrow Creek ist ein absolutes Muss für jeden Durchreisenden. Die Wände sind von oben bis unter mit Geldscheinen und Visitenkarten zugepflastert. Unsere Visitenkarte findet dennoch einen angemessenen Platz direkt neben der Bar. Im halbdunklen Hinterzimmer werden wir auf die ausliegenden Aboriginal Malereien aufmerksam. Eines dieser wunderschönen Bilder kostet hier gerade einmal 60 Dollar. In Alice Springs würden wir sicher das Doppelte dafür bezahlen. Gegen Mittag sind wir endlich am Ziel - wir sind wieder in Alice. Die nächsten zwei Tage werden wir auf dem "Wintersun-Campground" in unmittelbarer Nähe der Stadt verbringen. Eine gute Gelegenheit, um alle unsere Klamotten zu waschen. Danach bleibt noch genügend Zeit zum Einkaufen in der Stadt. In einem der zahlreichen Internetcafes checken wir mal wieder unsere e-mails ab. Die Stunde kostet gerade mal einen Dollar und die Tasse Kaffee gibt's gratis dazu.

Heute können wir das erste Mal wieder richtig ausschlafen. Nach einem deftigen Frühstück wollen wir in die Stadt um noch letzte Besorgungen zu erledigen. Alice Springs liegt nahe dem geographischen Mittelpunkt Australiens und ist mit 25.000 Einwohner die einzig wirkliche Stadt im Roten Zentrum. Südlich erstrecken sich die imposanten Bergketten der MacDonnell Ranges. In der Fussgängerzone finden sich neben zahlreichen Souvenirläden auch diverse Aboriginal Galerien mit einem reichhaltigen Angebot an Didgeridoos, Boomerangs und Malereien. In der Todd Mall treffen wir, wie auch in all den den Jahren zuvor, den berühmten Didgeridoo-Spieler Andrew Langford vom "Starlight Theatre". Für die morgige "Tanami Tour" besorgen wir uns vorsorglich im Hardware Store noch eine aktuelle Roadmap und zwei zusätzliche 20-Liter-Ersatzkanister. In "Todd's Tavern" spielt am Abend Gary Conell auf dem Didgeridoo. Seine Musik ist im Northern Territory inzwischen so populär, dass wir seine CD's in allen Plattenläden wiederfinden.

Um halb fünf ist Aufstehen angesagt. Auf dem Programm steht die Ost-West Durchquerung der "Tanami Desert". Der Tanami Track stellt auch heute noch die einzige direkte Verbindung von Alice Springs nach Halls Creek im Nordwesten dar. Sie dient als Versorgungsstrecke der Aboriginal Communities und der seit 1990 wieder aktiven Goldmine. Ein Frühstück um sechs Uhr morgens bei McDonalds erspart uns den täglichen Abwasch. Zum Sonnenaufgang auf dem "Anzac-Hill" nehmen wir nun Abschied von Alice Springs. Vor uns liegen jetzt noch 1075 Kilometer. Mit 220 Litern Diesel an Bord müsste die Strecke ohne Tankstop zu bewältigen sein. Zwanzig Kilometer nördlich von Alice zweigt der Tanami Track nach Westen ab. Nicht ganz ungefährlich zu dieser frühen Tageszeit, da freilaufende Rinder und Kangaroos die Piste queren. Die vorerst letzte Tankmöglichkeit nutzen wir nach 143 Kilometern im "Tilmouth Well Roadhouse" und erkundigen uns zugleich nach dem Zustand der Strecke. Wie man uns versichert, ist sie in ordentlichem Zustand und nur stellenweise etwas "bumpy". Soweit, so gut. Was uns aber danach erwartet, lässt sich kaum noch mit "bumpy" beschreiben. Die nächsten 385 Kilometer stellen höchste Anforderungen an Fahrzeug und Fahrer. Die berühmt-berüchtigte Corrugation (Wellblechpiste) rüttelt unseren LandCruiser gewaltig durcheinander. Mit einer Geschwindigkeit von 90 und 110 km/h lässt sich das Gerüttel gerade noch ertragen. Gefährlich wird es bei diesem Tempo allerdings in Kurven oder bei plötzlichen Bremsmanövern, da die Räder auf dem losen Untergrund kaum noch Bodenhaftung finden. Autowracks am Fahrbahnrand lassen Böses erahnen. Meterhohe Termitenhügel säumen von nun an die Piste. In der Sonne glitzert das Spinifexgras aus dem roten Sand hervor. Hin und wieder begegnet uns einer dieser gewaltigen überlangen Roadtrains, welche zur Versorgung der "Granites Goldmine" eingesetzt werden. Dann ist es besser man verlässt rechtzeitig die Piste und hofft, dass die aufgewirbelten Steine nicht die Windschutzscheibe durchlöchern. Gegen 15:30 erreichen wir schliesslich das "Rabbit Flat Roadhouse". Eine der Besonderheiten ist die Tatsache, dass das Roadhouse nur an vier Tagen die Woche geöffnet hat und dann auch nur von Freitag bis Montag. Der Dieselkraftstoff wird hier aus grossen Tanks abgezapft. Diese befinden sich auf Stützenpfählen in luftiger Höhe inmitten der Baumkronen. Bruce Farrands, der Besitzer von "Rabbit Flat" weist uns vorsorglich auf den hohen Spritpreis hin. Der ist hier nämlich doppelt so hoch wie etwa in Alice. Das tut der Sache aber keinen Abbruch, denn ein voller Tank beruhigt doch ungemein. Auf Grund verschiedener Unstimmigkeiten mit den ansässigen Aboriginal People befindet sich die Kasse hinter einem Verschlag aus Brettern und Draht. Bruce lebt schon seit 1961 hier draussen und hat uns deshalb auch viel Interessantes zu erzählen. Weit ab vom lauten Stromaggregat bietet er uns eine Campsite für die Nacht an. Aufdringliche Hornissen und Schwärme von Moskitos sind in dieser menschenleeren Gegend allerdings keine Seltenheit. Pünktlich zum Sonnenuntergang verziehen sich die Biester aber wieder. Eine unbeschreibliche Stille kehrt nun in das nächtliche Outback ein. Der klare Sternenhimmel erstreckt sich bis zum Horizont.
 
Tanami Track
> Tanami Track
State Border - Tanami Track
> Tanami Track
Wolfe Creek Crater
> Wolfe Creek Crater
Mabel Downs Station
> Mabel Downs
Bungle Bungle National Park
> Bungle Bungles

Am frühen Morgen fahren wir nochmal zurück zu Bruce um uns von ihm zu verabschieden. Dabei bekommen wir auch erstmals seine Hunde und die beiden Buschkatzen zu sehen. Von nun an geht es nochmals 525 Kilometer nach Westen. Die Piste verläuft jetzt schnurgerade durch die extreme Weite. Tiefe Querrinnen durchziehen die steinige rote Fahrbahn. Nach 125 Kilometern erreichen wir wohl einen der einsamsten Grenzübergänge Australiens. Von Gewehrkugeln durchlöcherte Schilder weisen darauf hin, dass man sich jetzt in Western Australia befindet. Durch den Zeitzonenwechsel wird die Uhr um eineinhalb Stunden zurückgestellt. Übelste Wellblechpiste mit teilweise gefährlichen Auswaschungen erfordern aber weiterhin vollste Konzentration. Einem dieser "Wash Outs" können wir gerade noch irgendwie ausweichen. Nach einigen Stunden gelangen wir an den Abzweig zum "Wolfe Creek Meteorite Crater". Der Weg führt nun 20 Kilometer durch flaches Buschland. Unterhalb des Kraters lassen wir das Auto stehen und erklimmen den steilen Anstieg zum Kraterrand. Mit 880 Metern Durchmesser ist der "Wolfe Creek" der zweitgrösste Meteoritenkrater der Welt. Am Kraterboden wachsen Bäume in windgeschützter Lage. Von hier aus sind es jetzt noch 130 Kilometer bis Halls Creek. Wenige Kilometer vor der Ortschaft mündet der Tanami Track in den Great Northern Highway. Jetzt haben wir erstmals wieder richtigen Asphalt unter den Rädern. Halls Creek erlebte 1885 den ersten Goldrausch in Western Australia. Vom Glanz der alten Tage ist heute allerdings nicht mehr viel übrig geblieben. Lebensmittel und Treibstoff müssen für den morgigen Tagesausflug in den Bungle Bungle Nationalpark aufgefüllt werden.
 

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