australia
| home | tour 2005 | tour 2003 | tour 2001 | tour 1999 | tour 1997 | tour 1995 | australia map | info | links | e-mail |
| miscellaneous |

> australia tour 2001...................................1.australia tour 2001....part 1....2.australia tour 2001....part 2....3.australia tour 2001....part 3....4.australia tour 2001....part 4
Nächster Stop - Kimba. Liegt genau in der Mitte zwischen West -und Ostaustralien. In der Gegend rund um Iron Knob ist die Erde besonders rot. Eine rot eingestaubte Schafherde überquert die Strasse - bewacht von rot eingestaubten Border Collies und einem roten Motorradfahrer auf einer Enduro. Auf einem Schrottplatz in Port Augusta schrauben wir die Nummernschilder an einem alten Holden ab - gibt es bessere Souvenirs? Adelaide gefällt uns besonders gut - deshalb fahren wir hier auch stundenlang im Feierabendverkehr umher. Aber irgendwann finden wir wieder raus aus der Stadt. Unser Ziel für heute ist aber eigentlich der Hafen Cape Jervis - Ablegestelle nach Kangaroo Island und zugleich westlichster Punkt der Fleurieu Peninsula. Übernachten müssen wir aber auf dem Parkplatz, da die letzte Fähre vor unseren Augen den Hafen verlässt.

Nach ein paar leckeren Donuts zum Frühstück befinden wir uns nun auf der Fähre nach Kangaroo Island. Es ist sehr stürmisch und der Seegang dementsprechend rauh. Nach einer endlos langen Stunde legt die Sealink Fähre endlich im Hafen von Penneshaw an. Auf Grund der langen Isolation konnte sich auf der Insel eine einzigartige Flora und Fauna entwickeln. Über Kingscote führt uns der Weg weiter zum Flinders Case National Park. Zutrauliche Kangaroos sind hier keine Seltenheit. Auch ein Ameisenigel begegnet uns. Überhaupt nicht scheu sind die Possums - diese sitzen frech neben dem Auto und schauen uns beim filmen zu. Die Nacht verbringen wir diesmal mitten im Wald - es regnet mittlerweile in Strömen.

Morgens machen wir den "Black Swamp Walk“. Dabei entdecken wir auch Koalas in den Baumkronen. Einzigartig sind die Remarkable Rocks - Wasser, Wind und Sand schufen diese bizarren Formen. Der Fels ist mit einer orangeroten Flechte überzogen. Interessant ist es den Seelöwen beim "Admirals Arch" zuzuschauen. Eine weitere Attraktion sind die Pinguine. Abends kommen sie zurück aus dem Meer und lassen sich am Ufer zwischen Christmas Cove und Hog Bay nieder. Inzwischen ist es schon dunkel geworden und unsere Fähre verlässt den Hafen. Bei ruhigem Seegang geniessen wir die Rückfahrt nach Cape Jervis. Am gleichen Abend noch fahren wir weiter nach Victor Harbour wo wir auf einem Parkplatz unter einer Laterne übernachten.
 
Great Australian Bight
> Great Australian Bight
Kimba - Half way across Australia
> Kimba
Emergency telephone
> Emergency Telephone
Aboriginal Land
> Aboriginal Land
Kangaroo Island
> Kangaroo Island

Am folgenden Tag fahren wir weiter nach Wellington und setzen dort mit der Fähre über den Murray River. Über den Princes Highway gelangen wir nach Kingston - bekannt durch den riesengrossen 17 Meter hohen Lobster. Zwanzig Kilometer nach Mt.Gambier überschreiten wir die Grenze nach Victoria. Unverkennbar ist der irische Einfluss in Koroit - die irischen Nationalfarben grün, weiss und orange bestimmen das Stadtbild. Ganz in der Nähe befindet sich das "Tower Hill State Game Reserve". Dort treffen wir auf wild lebende Emus und Kangaroos. In der ehemaligen Walfängerstadt Warrnambooll entdecken wir einen schönen Campground - nur wenige Meter vom Meer entfernt.

Zwischen Peterborough und Torquay verläuft eine der schönsten Panoramastrassen - die Great Ocean Road. Sandsteinklippen und mächtige Felssäulen prägen das Bild dieses Küstenabschnittes. Lohnenswert ist auf jeden Fall ein Abstecher zu den "Twelve Apostles", die "London Bridge" oder zur "Loch Ard Gorge". Da wir noch Fotos von den Zwölf Aposteln bei Sonnenaufgang machen wollen, entschliessen wir uns in dem kleinen Küstenstädtchen Port Campbell zu übernachten.

Tags darauf erleuchten die Felsen im morgendlichen Sonnenlicht. Da wir nun alle Fotos im Kasten haben, machen wir uns auf den Weg zum Grampians (Gariwerd) National Park. Ausgangspunkt ist hier Halls Gap. Die Strasse windet sich in Serpentinen durch den Eukalyptuswald - vorbei an spektakulären Steilabbrüchen. Der Fussweg zum "Jaws of Death" ist momentan wegen Bauarbeiten gesperrt. Da aber keine Arbeiter zu sehen sind, stört uns das auch nicht weiter. Nach einer halben Stunde erreichen wir also die überhängende Felsformation. Von dort bietet sich uns ein grandioser Ausblick auf das Victoria Valley. Weiter nördlich befinden sich die McKenzie Falls. Eine steile Treppe erleichtert den Abstieg hinab zu einem kleinen Pool. Von hier unten hat man einen schönen Blick auf den Wasserfall und natürlich auch auf die steile Treppe die wir später wieder hinauf gehen müssen.
 
Kangaroo Island
> Kangaroo Island
Kangaroo Island - Remarkable Rocks
> Remarkable Rocks
Big Lobster - Kingston SE
> Kingston SE
Great Ocean Road - Twelve Apostles
> Great Ocean Road
Grampians NP - The Balconies
> Grampians NP

Heute schaffen wir es bis Minyip - vielleicht besser bekannt unter dem Namen - Coopers Crossing. Hier wurde übrigens die Fernsehserie "Die fliegenden Ärzte“ gedreht. Doch irgendwie erweckt unsere Anwesenheit auch das Interesse des örtlichen Sheriffs. Er denkt wohl, wer sich hierher verirrt hat, der muss betrunken sein - dann machen wir doch mal schnell eine Alkoholkontrolle. Das Röhrchen dürfen wir selbstverständlich behalten. Viele der Gebäude sind noch genauso erhalten wie wir sie vom Fernsehen her kennen - Emma's Garage, Violet's General Store, die Memorial Hall und auch das berühmte Majestic Club Hotel. Übernachten werden wir natürlich im Majestic Hotel. Da wir an diesem Tag die einzigen Gäste sind, können wir uns das Zimmer aussuchen. Das Pub ist von oben bis unten mit Bildern aus der Serie zugepflastert. Wir nehmen am Tresen Platz und bestellen uns erstmal ein Bier. Nach dem fünften Carlton Draught dürfen wir uns sogar, welche Ehre, ins Gästebuch eintragen.

Am nächsten Tag können wir uns das Frühstück in der grossen Hotelküche selbst zubereiten - wie in der Fernsehserie. Wir kommen uns vor wie im Film. Natürlich machen wir hier jede Menge Fotos. Auf unserer Weiterfahrt nach Norden entdecken wir zufällig die "Lindemann’s Winery". Der ideale Ort für eine kleine Pause. Nach mittlerweile schon 300 gefahrenen Kilometern verlassen wir bei Mildura den Bundesstaat Victoria - noch sind es aber 265 Kilometer bis nach Broken Hill in New South Wales. Auf dieser Strecke begegnen uns jede Menge Emus. Sch..., was ist das! Plattfuss! Zum Glück in der Ortseinfahrt zu Broken Hill, direkt vor einem Reifenhändler. Dieser verspricht uns den Reifen bis zum nächsten Tag zu reparieren.

Wir stehen um 6:30 Uhr auf. Die Vögel sind alle schon wach, wie man deutlich hören kann. Später holen wir erstmal unseren Reifen wieder ab. Tja, das Ventil war defekt. Die Reparatur kostet uns 25 Dollar. Broken Hill ist eine wunderschöne Stadt. Hier wird auch heute noch Silber abgebaut. Ganz in der Nähe liegt Silverton, eine historische Minenstadt. Dort befindet sich auch das berühmte "Silverton-Hotel". Es diente in Filmen wie " Mad Max 2", "A Town Like Alice" und "Razor Back" als Kulisse. Auch die australische Rockgruppe INXS war schon hier für ein Fotoshooting. Letztes Jahr machte die französische Ausgabe der Zeitschrift "Madame"  Modeaufnahmen im Mad Max Style. Die Hotelbesitzerin ist ganz stolz, dass ihre Tochter und ihr Sohn dabei mitmachen durften. Ganz in der Nähe schlagen wir unser Lager auf und geniessen das Campfire unter sternenklarem Himmel.
 
Minyip - Coopers Crossing - Emma's Garage
> Minyip
Minyip - Coopers Crossing - Majestic Club Hotel
> Majestic Club Hotel
Broken Hill
> Broken Hill
Broken Hill - Flat tyre
> Broken Hill
Silverton
> Silverton

Wir fahren nun wieder nach Westen. Wildpferde, Kamele und Emus begegnen uns. Kangaroos springen uns direkt vor das Auto. Uff, nix passiert. Auch Emus sind mit Vorsicht zu geniessen. Diese ändern oft ganz spontan die Richtung. Ab Cockburn befinden wir uns wieder in South Australia. Einer dieser überlangen Güterzüge fährt neben uns her - im Hintergrund die Benda Range. Während der Fahrt essen wir wieder unser gesamtes Obst auf, da sich mal wieder ein Fruit Fly Checkpoint ankündigt. Peterborough liegt mittlerweile hinter uns. Die Strasse geht jetzt in eine Gravel Road über. Diese führt nach Hawker. Wie schon so oft treffen wir auch dieses Mal wieder auf Leute mit einer Autopanne. Dieses mal ist es ein älteres Ehepaar in einem FourWheeler, mit einem Boot auf dem Dach und einem Trailer im Schlepptau. Der Ansaugstutzen hatte sich gelöst und hing nun irgendwie unten im Lüfter. Nach einer Viertelstunde haben wir das blöde Ding endlich wieder draussen und es kann weitergehen. Der Track ist in gutem Zustand. Da es in dieser Gegend schon lange nicht mehr geregnet hat, ist die Piste diesmal hart und staubig. Noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichen wir Marree. Vom Campground ist es nicht weit zum Hotel. Da unser Bier im Auto doch ziemlich durchgeschüttelt wurde, gehen wir noch auf ein paar "West End Draught" ins Pub rüber. In den letzten sechs Jahren hat sich hier nicht viel verändert. Doch - es gibt mittlerweile Sticker für unseren Kühlschrank.

Der nächste Morgen beginnt mit einer Überaschung. Was ist das denn? Wir wundern uns schon beim Aufstehen dass der Wagen etwas schräg steht. Sch.... schon wieder ein Plattfuss. Dieses Mal hinten links. Klasse - mit unserem Mini-Wagenheber macht das Reifenwechseln Laune. Zum Glück sind wir noch nicht auf dem Oodnadatta Track. Hier in Marree können wir wenigstens noch den Reifen reparieren lassen. Der Besitzer des Campgrounds ist gleichzeitig der Eigentümer vom Lebensmittelladen und von der Tankstelle. Für 20 Dollar flickt er uns den Reifen. Mit zwei vollen Tanks - insgesamt 180 Litern und einer halben Stunde Verspätung machen wir uns auf den Weg nach William Creek. Unterwegs sehen wir einen Baum, der voller toter Katzen hängt. Nicht weit davon das Gleiche mit toten Füchsen. Katzen und Füchse stellen in Australien ein grosses Problem dar. Diese vergreifen sich an den einheimischen Beuteltieren. Nach 200 Kilometern Gravel Road ereichen wir William Creek. Zum Hotel kam jetzt noch eine Take Away Bude hinzu. Die Einwohnerzahl hat sich mittlerweile von 2 auf 9 erhöht. Gegenüber vom Hotel befindet sich eine grosse Anzahl alter ausgedienter Triebwerke und Raketen. Wir erkundigen uns nach dem Zustand des Tracks Richtung Oodnadatta. Er ist doch sehr rauh und steinig - dennoch kommen wir gut voran und erreichen gegen drei Uhr Oodnadatta. Das Pink Roadhouse ist wirklich Pink. Sogar der Truck und die Werkzeugkiste in der Werkstatt - einfach alles. Das mit der Werkzeugkiste wissen wir deshalb so genau, weil wir schon wieder einen Reifen reparieren lassen müssen. Mit Entsetzen stellen wir fest dass unser Ersatzreifen Luft verloren hat. Aber die Reparaturen werden immer billiger. Dieses Mal kostet es nur noch 18 Dollar. Jetzt heisst es die verlorene Zeit wieder aufholen. Nach Coober Pedy sind es noch 200 Kilometer. Das Licht ist jetzt besonders schön. Mit 100 Stundenkilometern fegen wir über die Pistenstrasse durch die Moon Plain. Diese gleicht einer endlosen Wüstenlandschaft. In dieser apokalyptischen Weite wurde damals "Mad Max - Jenseits der Donnerkuppel" gedreht. Der lange Schatten des LandCruisers zeigt uns, dass die Sonne bald untergehen wird. In der Abenddämmerung erreichen wir schliesslich Coober Pedy. Vergleichbar einer riesigen Mondlandschaft, befinden wir uns jetzt im grössten Opalfeld der Welt. Temperaturen von bis zu 50 Grad sind hier keine Seltenheit.

> australia tour 2001...................................1.australia tour 2001....part 1....2.australia tour 2001....part 2....3.australia tour 2001....part 3....4.australia tour 2001....part 4

www.kangarooo.de © Copyright 1995-2006 Ziesmer
All rights reserved